Nur mit aktiver Prüfung: Die verlässliche MRT-Tauglichkeit von Implantaten

MRT-Tauglichkeit von Implantaten geprüft

Nur mit aktiver Prüfung: Die verlässliche MRT-Tauglichkeit von Implantaten

Nur mit aktiver Prüfung: Die verlässliche MRT-Tauglichkeit von Implantaten

MRT

Mit zunehmendem Alter steigt die Prävalenz von Krebs- und muskuloskelettalen oder neurodegenerativen Erkrankungen, die oft eine Magnetresonanztomographie (MRT) erforderlich machen. Schwierig wird es für die Radiologie, wenn Patienten Träger eines Gelenkimplantates sind. Dann sind die Fachärzte auf präzise und verlässliche Aussagen zur MRT-Tauglichkeit des spezifischen Implantates angewiesen, um die Scan-Bedingungen vorab festzulegen und auch bei passiven Implantaten Komplikationen wie Weichteilerwärmungen, Translationsbewegungen oder Artefakte zu vermeiden.

Der demographische Wandel lässt diese Herausforderung immer größer werden. Ältere Patienten sind nun einmal häufig multimorbide. Die Benannten Stellen fordern deshalb mehr und mehr von den Herstellern, die medizinischen Implantate auf MRT-Tauglichkeit zu testen und sie nach einer standardisierten Terminologie zu kennzeichnen: Implantate können entweder MR-sicher, bedingt MR-sicher oder MR-unsicher sein.

Aktuell werden von vielen Herstellern die Einschätzungen hinsichtlich MRT-Tauglichkeit noch auf Basis von Literaturrecherchen bzw. Referenzen vorgenommen. Die so erzielten Angaben zur MRT-Tauglichkeit sind für Radiologen allerdings schwer einschätzbar. „Wenn wir verlässliche Aussagen für die Radiologie und für unsere Patienten treffen möchten, müssen wir uns der aktiven Prüfung unserer Implantate stellen. Das war für uns bei ARTIQO relativ schnell klar“, schildert Mario Frank, Mitglied der ARTIQO Geschäftsleitung, die Entscheidungsfindung für das mittelständische Unternehmen.

A2® Kurzschaftsystem und 4-motion® Kniesystem getestet

Für das A2® Kurzschaftsystem und das 4-motion® Kniesystem wurden deshalb für alle Komponenten aufwändige Simulatorprüfungen für 1,5 und 3 Tesla-Geräte durchgeführt. Aktuell sind alle Tests abgeschlossen, die Testergebnisse mit konkreten Empfehlungen für die MRT-Geräteeinstellungen liegen vor. Als nächster Schritt erfolgt die Einreichung bei der Benannten Stelle, so dass nach finaler Prüfung die Angaben und Empfehlungen in der Gebrauchsanweisung des Produkts – verlässlich für den Radiologen und zum Wohl des Patienten – aufgeführt werden können.



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