10 Nov. Zurück auf die Langdistanz mit dem A2 Schaft
Zurück auf die Langdistanz mit dem A2® Schaft

Andreas Webner
Für Andreas Webner war Sport schon immer ein wesentlicher Teil seines Lebens, wenn auch der Triathlon erst spät in sein Leben kam. Zunächst fing er mit 36 an Marathon zu laufen bis er 2013 erstmals über die Triathlon-Langdistanz im mittelfränkischen Roth startete: 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen. Seitdem kamen einige Ironman-Wettbewerbe in Deutschland und der Welt dazu: „Bis 2020 hatte ich eine Liste. Da war ich schon bei rund 50.000 Laufkilometern“, fasst Webner zusammen. Der ehemalige Vertriebsaußendienstler kommt heute auf 83 Marathons, davon 11 in Verbindung mit einem Langdistanz-Triathlon.
Vor rund 15 Jahren gab es erste Anzeichen für eine Arthrose: „Zwischendurch hat es gezwickt, dann war wieder Ruhe. Anfang 2023 wurden die Beschwerden stärker. Wenn die Muskeln warm und in Bewegung waren, ging es. Nach den Wettkämpfen habe ich aber immer länger gebraucht, um mich zu erholen“, erzählt Webner. Einige Bewegungen waren vor der OP nicht mehr möglich, z.B. das Ein- und Aussteigen aus dem Auto oder Schuhe zubinden.“
Dr. Alexander Moser, Hüftspezialist in Berlin sportorthopaedie.berlin, erinnert sich an das Erstgespräch im April 2023: „Herr Webner wies eine sehr starke Bewegungseinschränkung des Hüftgelenks mit beginnender Gelenkversteifung auf. Dazu kamen Anlaufschmerzen und Schmerzen nach Belastung.“ Webners Lebensqualität war deutlich eingeschränkt. Trotz seines sehr guten Trainingszustands hatte die Gelenkabnutzung die Funktion so stark beeinträchtigt, dass eine Endoprothese die einzige sinnvolle Lösung war. Die Operation wurde für Oktober 2023 angesetzt.
Die moderne Endoprothetik ermöglicht eine differenzierte Sicht auf Sport
Aber wie versorgt man einen begeisterten Triathleten? Viele Jahre haben Orthopäden ihren Patienten eingeschärft, mit der Endoprothese lediglich moderate Sportarten auszuüben. „Heute sehen wir das differenzierter. Moderne Implantate und präzise Operationstechniken ermöglichen es, dass selbst Ausdauersportler nach einer Hüftprothese wieder auf höchstem Niveau aktiv sind. Wenn das Implantat gut eingeheilt ist und der Bewegungsapparat stabil aufgebaut wurde, sind die Einschränkungen viel geringer als noch vor einigen Jahren“, meint Dr. Moser.
Dr. Moser hat sich vor einigen Jahren vollständig auf die konservative und operative Behandlung von Hüfterkrankungen spezialisiert. Vor allem die individuelle Beratung von Sportlern mit Hüftproblemen liegt ihm am Herzen. „Die speziellen Anforderungen jedes Sportlers müssen berücksichtigt werden: Wo steht er in seiner sportlichen Laufbahn? Welche Ziele verfolgt er? Ist ihm eine größere Operation zu diesem Zeitpunkt überhaupt zuzumuten?“
Webner, so erinnert sich Dr. Moser, war zum Zeitpunkt der Operation in hervorragender körperlicher Verfassung. „Entscheidend ist die individuelle Situation: Alter, Trainingszustand, Technik und Ziele des Patienten spielen eine große Rolle. Deshalb sollte die Rückkehr in den Sport immer in enger Absprache mit dem Operateur erfolgen.“
Der A2® Kurzschaft als Option für sportlich aktive Patienten
Bei Herrn Webner war Ziel, die natürliche Biomechanik der Hüfte so gut wie möglich zu erhalten und die Bewegungsabläufe zu rekonstruieren. „Deshalb habe ich mich für den A2® Kurzschaft entschieden. Das Implantat imitiert die natürliche Anatomie sehr präzise und kann über einen minimalinvasiven, vorderen Zugang eingebracht werden. Bei einem begeisterten Sportler wie Webner bedeutet das nicht nur Muskelschonung und schnellere Erholung, sondern auch eine sehr gute Grundlage für die sportliche Aktivität danach“, führt Dr. Moser aus.
Bei einem Ausdauersportler wie Webner spiele zudem die Haltbarkeit eine zentrale Rolle, so Dr. Moser. „Der A2® Kurzschaft verankert sich in einem kurzen Knochenbereich und erhält so die natürliche Elastizität des Knochens. Das ist wichtig für die Belastungen im Sport. Zusammen mit der passenden Pfannenkomponente und einer hochwertigen Gleitpaarung können wir eine sehr geringe Abnutzung und damit eine lange Lebensdauer der Prothese erreichen. Deshalb ist das System für sportlich aktive Patienten sehr gut geeignet.“
Die Rückkehr in den Sport: mit Geduld und System
Rund 2 Jahre nach dem Eingriff ist Andreas Webner heute „superhappy“, wie beweglich er ist: „Ich merke die neue Hüfte nicht, und meine Beweglichkeit ist wieder wie vor 15 Jahren.“ Bei der Triathon-Challenge in Roth hat sich die Hüfte nicht gemeldet. „Das war ein emotionales Erlebnis“, erinnert er sich.
Damit das wieder möglich wird, hatte Dr. Moser seinen Patienten sehr genau über die Belastungsphasen nach der Operation aufgeklärt: „Die entscheidende Zeit sind die ersten Wochen, in denen der Schaft einwächst. In dieser Phase darf das Bein zwar belastet werden, aber intensive Belastungen sollten unbedingt vermieden werden. Nach etwa drei Monaten ist leichter Sport – wie Radfahren oder Schwimmen – wieder gut möglich. Beim Laufen haben wir bewusst etwas länger gewartet und erst nach rund sechs Monaten langsam begonnen. Diese schrittweise Steigerung war entscheidend, um die Haltbarkeit der Prothese langfristig zu sichern.“
Die Bilanz eines Triathleten
Welches Fazit zieht Andreas Webner heute? „Ich hatte die OP vor mir hergeschoben und dachte: Je später du es machst, desto besser. Rückblickend hätte ich mich lieber 1-2 Jahre früher entschieden. Das hätte mir Schmerzen erspart.“ Gleichzeitig ist er sich bewusst, was er seinem neuen Gelenk durch seinen Sport zumutet: „Keiner kann mir die Garantie geben, dass der Sport das Kunstgelenk nicht verschleißt. Ich wiege relativ wenig – 70 kg bei 175 cm – und ich mache viel für die Muskulatur, um das Gelenk abzusichern“, sagt Webner. Am Ende sei es ein Zusammenspiel aus dem Implantat, der Disziplin des Patienten und dem Operateur. „Und der hat echt einen super Job gemacht“, bekräftigt Webner.
Kurzschaft-Versorgungen in der Sportorthopädie
Für Dr. Moser spielt der Kurzschaft in der Sportorthopädie eine wichtige Rolle, weil er darauf ausgelegt ist, die natürliche Anatomie und Biomechanik möglichst zu erhalten: „Der A2® Kurzschaft ist ein Implantat, das sich durch ein breites Sortiment bei nahezu jeder anatomischen Ausgangssituation sicher im Knochen verankern lässt und in Verbindung mit einem geeigneten Pfannensystem das Hüft-Drehzentrum 3-dimensional wieder herstellt. Gerade bei jüngeren, sportlich aktiven Patientinnen und Patienten setze ich ihn deshalb sehr gerne ein, weil er die anatomischen Gegebenheiten respektiert und eine hervorragende Funktion im Alltag und im Sport ermöglicht. Für mich ist das die schönste Bestätigung, wenn jemand nach einer Operation nicht nur wieder läuft, sondern sein sportliches Leben zurückgewinnt.“
Bei der Triathlon Challenge in Roth ist Andreas Webner erst vor kurzem vom Fahrrad gestiegen, für Juni 2026 ist er angemeldet für den Ironman in Hamburg. Wer’s mag, könnten wir jetzt Achsel zuckend sagen. Bei dem 65-jährigen Webner kommt aber eine Besonderheit dazu: Er übt diesen extremen Sport mit einem A2® Kurzschaft aus. Mit Dr. Moser, Hüftspezialist und Sportorthopäde in Berlin, haben wir gesprochen, ob und wie man Sportler wie Andreas Webner gut mit einer Endoprothese versorgen kann. Und wir hören nach, welche Bilanz Andreas Webner zieht.

Andreas Webner und Dr. Moser

Andreas Webner

Dr. Moser
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Andreas Webner beim Triatlon
